Dienstag, 5. Mai 2026

Nachwuchs im Brutkasten


Im Jahr 2005 hatte der Verein der Vogelfreunde und -pfleger Heddesheim e.V. 1960 einen Nistkasten für Wanderfalken in einer der Arkaden der oberen Turmstube unter dem nach unten offenen Knickdach des Kirchturms angebracht. Es dauerte, bis hier erstmals Turmfalken brüteten. Danach entdeckten auch die Wanderfalken den für sie eingerichteten Nistkasten und zogen 2018 die ersten vier Jungtiere groß. Seitdem kommen sie Jahr für Jahr wieder und machen mit lauten schrillen Schreien ("zjuck, zjuck ...") auf sich aufmerksam.

Um die Entwicklung des streng geschützten Wanderfalkens besser nachvollziehen zu können, ist es üblich, Jungtiere zu registrieren und zu beringen. Zu diesem Zweck war bereits im letzten Jahr Dr. Gerhard Rietschel, der Naturschutzbeauftragte für den Stadtkreis Mannheim, nach Heddesheim gekommen und auf abenteuerlichen Wegen durch den Glockenstuhl hindurch zum Nistkasten in luftiger Höhe geklettert. Vier Jungtiere konnten damals beringt werden.

In diesem Jahr ist er erneut gekommen - in Begleitung von Jörg Landeberber aus der Vorstandschaft der Heddesheimer Vogelfreunde und Pfarrer Dierk Rafflewski, den die Aussicht auf ein paar Schnappschüsse von den neuen Turmbewohnern lockte. Die folgenden Aufnahmen zeigen Begehung und Beringung der drei Jungtiere.


Der Weg nach oben - noch mit Hilfe einer Leiter. Die letzten Meter geht´s über die Balken des hölzernen Glockenstuhls.


Der Einstieg durch die Luke in die obere Turmstube, die trotz der Wanderfalken von Taubenkot übersät ist.


Blick in den Brutkasten: Zum ersten Mal im Leben sehen die Wanderfalken einen Menschen. Der skeptische Blick ist verständlich.


Der erste Jungvogel wird erfasst. Dazu gehören die Bestimmung des Geschlechts und des Körpergewichts und die Beringung mit individueller Kennnummer, um die Wege des Tieres nachvollziehen zu können.


Dr. Gerherad Rietschel und Jörg Landenberger beim Wiegen des Jungtieres, das dafür kurz in einen Sack muss, um nicht verletzt zu werden.


Jetzt noch die Ringe anlegen ...


... und fertig. Der Wanderfalke kann mit seinen Geschwistern zurück in den Nistkasten.

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Ein etwas anderes Krippenspiel

Ein Bericht von Darstellerin Klara (9 Jahre)

Das hätte ich nicht gedacht, dass an der ersten Probe für das Krippenspiel so viele Kinder kommen und mitspielen wollen. Ich durfte Betty spielen und durch die Geschichte führen. “Hilfe, die Herdmanns kommen”:

Bettys Mutter übernimmt darin das Krippenspiel von Frau Armstrong, die im Krankenhaus liegt. Sie will eigentlich nicht richtig, aber als zur ersten Probe “die schlimmsten Kinder aller Zeiten”, die Herdmanns kommen, packt sie der Ehrgeiz. Und tatsächlich, Eugenia, ein Herdmannskind verwandelt sich in ihrer von Alice geklauten Rolle als Maria von einem auf dem Damenklo rauchenden Mädchen zu einer fürsorglichen Mutter.
Die vielen Proben waren ziemlich chaotisch und die Generalprobe am meisten. Vieles hat nicht funktioniert, die Mikrofone, die Einsätze, wann wir sprechen und wann wir wohin gehen sollen. Aber man sagt ja: “Wenn die Generalprobe schief läuft, wird der Auftritt richtig gut”. So war es auch. Mit ganz ganz viel Geduld und Leidenschaft haben es 46 (?) Kinder geschafft ein tolles Theaterstück aufführen zu können. Ich fand es fantastisch. Nicht nur für Eugenia war das Krippenspiel etwas ganz besonderes, nein, für uns alle war das Krippenspiel etwas ganz besonderes.