Mittwoch, 29. Juli 2020

KiKi startet!



Kiki😊


Nach der langen Corona-bedingten Pause hatten wir für Sonntag, den 26.07.2020, noch einmal zu einem fröhlichen Kindergottesdienst vor den Sommerferien eingeladen – 

mit Singen, einer biblischen Geschichte und einer Malaktion.










Voller Zuversicht hatten wir entschieden, die Tische und Bänke im Kirchgarten aufzubauen (Foto unten) -  und haben uns sehr gefreut, dass so viele „unserer“ Kiki-Kinder mit ihren Familien gekommen sind, dass wir sogar noch mehr Tische aufstellten als geplant.
Vielleicht waren wir, was das Wetter betraf, zu optimistisch - denn mitten in unserem ersten Lied mussten wir uns vor einem Regenschauer ins Trockene flüchten.


Nach kurzer Überlegung haben dann alle mit angefasst und wir sind in die Kirche umgezogen. Das war die richtige Entscheidung, denn nun folgten noch einige heftige Schauer. Ob Petrus, von dem später in unserer Geschichte die Rede war, seine Hände im Spiel mit dem Wetter hatte? 
Aber wir haben uns die Laune nicht verderben lassen. Wir haben trotzdem erzählt, gemalt, gebetet und bei den Liedern die Bewegungen mitgemacht – singen durften wir in der Kirche ja leider nicht. Und nach der langen Zeit haben sich auch einige Geburtstagskinder etwas aus unser Geburtstagskiste aussuchen dürfen.
Zum Abschluss gab es für alle Kinder eine kleine Ferientüte mit „Proviant“ für die Sommerferien und den Wunsch aller Beteiligten, doch nach den Ferien im September wieder regelmäßig Kindergottesdienst feiern zu können – vielleicht auch noch einmal im Kirchgarten vom Anfang bis zum Ende…
Wir bleiben dran und schauen, wie wir das dann umsetzen können.

Bis dahin wünschen wir allen schöne Ferien und bleibt gesund !
Euer Kiki-Team mit Hieronymus



Hieronymus hat sich gefreut, endlich wieder einmal Kinderkirche mit euch feiern zu können - und mit dem Mund-Nasenschutz konnte er sich auch bedenkenlos zu den Kindern setzen 😉

Text: Britta John
Fotos: Andrea Jäger

Sonntag, 12. Juli 2020

Noah - neu erzählt


Wir wollen euch heute eine Geschichte erzählen, die schon oft erzählt worden ist. Es ist eine ganz alte Mutmach-Geschichte.

Schon lange ist her, da war die ganze Welt in großer Gefahr. Den meisten Menschen war das egal. Gott hat die Menschen gewarnt, aber es gab nur einen, der auf die Warnung gehört hat: Noah hat er geheißen.
Noah hat ernst genommen, was Gott gesagt hat und  hat Gott gefragt, was er tun soll. Gott hat geantwortet: „Die Welt wird untergehen. Es wird mehr Wasser kommen, als du dir vorstellen kannst. Baue einen großen Kasten und mache ihn wasserdicht. Wenn es so weit ist, werde ich es dir sagen. Dann bringe dich und die Tiere in Sicherheit.“


Noah hat gemacht, was Gott gesagt hat. Die anderen Menschen haben ihn ausgelacht, als sie den Kasten gesehen haben. Der Kasten hieß Arche.
Doch dann ging es los. Noah hat wieder Gottes Stimme gehört. Zuerst hat er die Tiere in die Arche gebracht. Immer ein Paar von jeder Art. Zuletzt ist er mit seiner Familie in die Arche und hat die Tür fest verschlossen.
Dann kam der Regen. Soviel Regen hatte es noch nie gegeben. Die ganze Erde wurde überschwemmt. Alles ist im Wasser untergegangen, nur die Arche und ihre Insassen nicht.


In der Arche war es eng und stickig. Vor allem die Kinder hatten oft Angst. „Wird der Regen jemals aufhören?“ „Wann dürfen wir wieder raus?“ Sie wollten an die frische Luft. Sie wollten rennen und toben. In der Arche war es manchmal ziemlich langweilig.
Auch den Erwachsenen wurde die Zeit lang. Und auch die Erwachsenen hatten Angst.
Noah hat immer alle beruhigt. „Es wird wieder gut werden. Wir werden nicht untergehen. Wartet noch etwas. Wir sind hier in Sicherheit.“
Eines Tages hat es immerhin aufgehört zu regnen. Die ersten wollten sofort nach draußen. Aber Noah hat sie gebremst. „Stopp. Da draußen ist noch alles unter Wasser. Wir können noch nicht raus. Wir würden das nicht überleben.“
Sie mussten weiter warten. Es war weiter eng und langweilig.


Doch eines Tages hat es einen großen Rums gemacht. Die Arche ist auf festem Boden aufgesetzt. Bald danach hat Noah dann begonnen, herauszufinden, ob man auf der Erde schon wieder leben kann. Er hat jeden Tag einen Vogel losgeschickt. Die ersten Vögel kamen schnell zurück zur Arche. Eines Tages kam eine Taube mit einem grünen Zweig im Schnabel. Ein Zeichen, dass es wieder Pflanzen gab. Und noch ein paar Tage später kam die Taube nicht mehr zurück.
Da wusste Noah: Jetzt ist es soweit. Jetzt kann man auf der Erde wieder leben.


Die Arche wurde geöffnet. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schnell alle nach draußen wollten. Endlich wieder frische Luft. Endlich wieder all das tun können, was so lange nicht möglich war.
Die Menschen und Tiere haben sich gefreut. Sie haben gelacht und getanzt und gefeiert.
Noah hat auch an Gott gedacht. Er hat große Steine gesammelt und einen Altar daraus gebaut. Dann hat er zu Gott gebetet: „Danke Gott. Danke, dass du uns gerettet hast. Danke, dass alles gut gegangen ist.“ Noah hat Gott auch von der schwierigen Zeit in der Arche berichtet: von der Angst, von der Langeweile.
Und Gott hat ihm eine Antwort gegeben. Plötzlich erschien ein Regenbogen am Himmel. Und Noah hat in seinem Herzen die Stimme von Gott gehört: „Das ist das Zeichen für dich und für alle Menschen auf der ganzen Welt zu jeder Zeit. Wenn du einen Regenbogen siehst, dann soll er dich daran erinnern, dass ich die Welt beschütze. Egal was passiert, ich, Gott, werde für euch sorgen. Niemals mehr soll die Welt untergehen. Das verspreche ich. Und der Regenbogen ist das Zeichen.“




Auch heute noch ist der Regenbogen das Zeichen, dass Gott für uns sorgt. Er sieht unsere Angst und unsere Sorgen. Er sieht unsere Freude und unsere Hoffnung. Er freut sich mit uns, wenn es uns gut geht.
Der Regenbogen ist auch für uns das Zeichen, dass Gott es gut mit uns meint.



Text: Sabine Bayreuther
Zeichnung: Dierk Rafflewski