Donnerstag, 27. September 2018

Hier sind "die Schäfchen!"


Seit heute ist es offiziell: Der "Kindergarten Beindstraße" ist nicht mehr der "Kindergarten Beindstraße", sondern der Kindergarten "Die Schäfchen".

Und warum?

  • Weil die nüchterne Bezeichnung "Kindergarten Beindstraße" einem bunt-lebendigen Lern- und Erlebnisort wie dem Kindergarten nicht gerecht wird.
  • Weil das Team des Kindergartens einstimmig diesen Namen gewünscht hat.
  • Weil das Bild einer bunten munteren Schafherde mit schwarzen, weißen und gescheckten, verträumten, verspielten und übermütigen Schafen der fröhlichen Vielfalt der Kinder in diesem Kindergarten entspricht.
  • Weil das Bild der Schafe Assoziationen zum "guten Hirten" aus Psalm 23 erlaubt und damit das evangelische Profil unserer Kindergartenarbeit unterstreicht.
  • Weil Schafe einfach knufflig sind und ein gutes Logo hergeben.
Hier zwei Fotos von Anja Görlitz vom Tag der Namensgebung:

"Määäääh!" - "Die Schäfchen" beim Anspiel zu Psalm 23, vorgetragen von Pfarrerin Franziska Stoellger und den beiden Vertreterinnen des Kindergartenaus-schusses Britta John und Marion Wiedemuth.





Gruppenfoto vor dem neuen Kindergartenschild.
Von links nach rechts: Marion Wiedemuth und Britta John (Kindergartensausschuss),
Jasmin Rashidi (Kindergartenleitung und treibende Kraft der Namensgebung)
Pfarrerin Franziska Stoellger mit Kirchenmaus (heimliche Hauptperson),
Pfarrer Dierk Rafflewski (Logozeichner).
Hinten: Fünf Schäfchen (die eigentlichen Hauptpersonenen)

P.S.: Es war gar nicht so leicht, es als Schäfchen aufs Logo zu schaffen. Viele Bewerber nahmen umsonst beim Casting teil. Hier eine kleine Auswahl:





Montag, 20. August 2018

Auf wiedersehen, Melanie!


Zwei Jahre war Melanie Börnig (geb. Pietschke) in unserer Kirchengemeinde als Lehrvikarin tätig, um nach dem Studium praxisnah die Arbeit als Pfarrerin kennen zu lernen. Dabei setzte sie einen deutlichen Schwerpunkt in der Arbeit mit Kindern: An der Schule gab sie Religionsunterricht, begleitete die Jungschar, half bei den Konfi-Samastagen, brachte sich beim Weihnachtsmusical ein und hat mit dem Kinderbibeltag zum Reformationsjubiläum 2017 eine tolle Veranstaltung aus dem Boden gestemmt, die den Impuls für das Kinderkirchenfest in diesem Jahr gab (bei dem sie natürlich auch wieder dabei war). Nebenher absolvierte sie erfolgreich das zweite Examen und bestand das Übernahmeverfahren zur Pfarrerin der badischen Landeskirche. Am 9. September wird sie in Mannheim durch den Landesbischof ordiniert werden und in Ittlingen-Richen bei Sinsheim ihren Probedienst absolvieren.
Damit war für uns der Moment des Abschieds gekommen: Am Sonntag, den 19. August 2018, haben wir Melanie Börnig im Rahmen eines bewegten Gottesdienstes für ihren Einsatz gedankt und Gottes Segen für sie und ihren Ehemann Robert erbeten. Und wie wir danach beim Kirchenkaffee feststellen durften, ist sie nicht nur eine sehr gute Pfarrerin, sondern auch eine begnadete Bäckerin. Zwei Tage lang hatte sie zu ihrem Abschied leckere Kuchen für die Gemeinde gebacken, die begeistert Abnahme fanden. Ein Grund mehr, sie mal in Ittlingen-Richen (zum Kirchenkaffee?) zu besuchen!

Hier ein paar Fotos von Britta:

Nach Blumen und Gutschein für ein Rittermahl auf Burg Steinsberg nahe der neuen Wirkungsstätte gab´s für Melanie und Ehemann Robert den Reisesegen.

Melanie und Robert gerahmt von Thomas und Jessica, den Repräsentanten des Kirchengemeinderates und (Gerade-noch-Lehr-) Pfarrer Dierk Rafflewski.



Melanies Kuchenbuffet im Gemeindehaus nach dem Gottesdienst.


Und hier noch ein Rückblick von Melanie auf die vergangenen zwei Jahre:


„Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde…“
(Prediger 3,1)

So manches Mal hat man das Gefühl die Zeit rast nur so an einem vorbei. Auch die zwei Jahre, die ich für die letzte Phase meiner Ausbildung zur Pfarrerin hier in Heddesheim verbringen durfte, sind schon wieder ins Land gezogen und neigen sich ihrem Ende zu. Bereits ganz zu Beginn im September 2016 wurde ich hier sehr herzlich aufgenommen und habe mich die zwei Jahre über sehr wohl gefühlt. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und durfte dabei vielen, ganz unterschiedlichen Menschen begegnen. Ich habe erfahren wie es ist plötzlich auf der anderen Seite des Klassenzimmers zu stehen und Kinder und Jugendliche im Fach Religion zu unterrichten. Mein/e Mentor/innen an der Hans-Thoma-Schule und der Karl-Drais-Schule haben mir geholfen meinen Methoden- und Pädagogik-Koffer gut zu füllen und mich fit zu machen für den Schulalltag – der manchmal sehr anstrengend und nervenaufreibend, aber auch bereichernd und spannend sein kann. Kinder und Jugendliche haben einen ganz anderen Blick auf die Welt und Gott und sie haben mich immer wieder angesteckt mit ihrer Neugier und ihren Fragen, ihren Zweifeln, aber auch ihrem starken Glauben und ihren Überzeugungen.
Neben der religionspädagogischen Arbeit, bildeten Seelsorge und Gottesdienst zwei weitere Schwerpunkte meiner Ausbildung. Es erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit gemeinsam mit anderen immer wieder auf Gottsuche gehen zu dürfen, die Botschaft biblischer Texte für heute zu entdecken und gemeinsam Gottesdienste zu feiern – in fröhlichen wie in traurigen Stunden unseres Lebens. Immer wieder habe ich hier in Heddesheim erfahren wie wichtig und tragend Gemeinschaft sein kann. Die Gemeinschaft mit Gott und untereinander.
Für alle Erfahrungen, die ich in meiner Zeit hier sammeln durfte, bin ich sehr dankbar und ich werde Heddesheim mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Das weinende trauert um all die Veranstaltungen, Treffen und Gottesdienste, an denen ich in Zukunft nicht mehr teilhaben kann. Das lachende erinnert sich an all die glücklichen und fröhlichen Momente und die Begegnungen mit einzigartigen Menschen hier.
Auch wenn mich mein beruflicher Weg nun zunächst weiter in den Süden führen wird und ich am 1. September 2018 meinen Probedienst in Ittlingen-Richen (in der Nähe von Sinsheim) antreten werde, hoffe ich, dass wir uns bei der ein- oder anderen Gelegenheit wiedersehen werden. Für Ihren weiteren Lebensweg und die Zukunft Ihrer Gemeinde wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen.

Melanie Börnig

Montag, 6. August 2018

Voll das Leben: KiKiFe 2018

Ein Bericht von Teamerin Sophie Wagner


Vielleicht haben Sie es ja durch die riesige Hüpfburg oder die Lautstärke mitbekommen, vielleicht aber auch nicht. Am Samstag den 24.Juni 2018 fand in Heddesheim an der evangelischen Kirche das Kinder-Kirchen-Fest (KiKiFe) unter dem Motto „Voll das Leben“statt. Das Fest war für alle Kinder im Grundschulalter aus der Region, und es war ein voller Erfolg. Insgesamt 60 (!) Kinder aus den Gemeinden Heddesheim, Ladenburg, Ilvesheim und sogar Weinheim kamen zu uns, um zu feiern.  
Die Kinder hatten 3 Stunden, in denen sie malen, basteln (Seifen & Insektenhotels), Detektiv sein (Escape Room), Stockbrot rösten, die Sinne einsetzen (Raum der Sinne), trommeln konnten. Wer darauf keine Lust hatte, konnte an den Spielestationen Diabolo spielen und noch viele weitere Dinge tun, wie zum Beispiel auf der Hüpfburg hüpfen. Diese wurde vom EKJW (Evangelisches Kinder- und Jugendwerk Weinheim) zur Verfügung gestellt.  Viele fleißige und ehrenamtliche Mitarbeiter hatten zuvor lange Vorbereitungstreffen und eine riesige Planungsphase hinter sich und waren deswegen total happy, dass die Kinder soviel Spaß hatten.
Während des Festes hatten die Kinder die Chance, im Raum der Sinne Freikarten für den Badesee zu gewinnen. Nach drei Stunden Spiel und Spaß, die wie im Flug vergingen (nicht nur die Kinder hatten das Gefühl) wurden die Gewinner, ganz unparteiisch ausgelost. Und alle waren nach dem Tag müde aber glücklich!

Das KiKiFe war ein tolles Event, dass die Kinder sehr genossen haben.
Bei der Nachbesprechung einen Monat später sind wir immer noch dieser Ansicht und der Meinung, dass wir, trotz der Planung und alles was hinten dran steht, es wieder machen würden. Denn es hat auch uns Erwachsenen gefallen J

Sophie Wagner

Sonntag, 15. Juli 2018

"Die Abenteuer des Propheten Jona" oder: "Das war alles?"

Seit einiger Zeit verfügt die Kinderkirche Heddesheim über ein "Kamishibai", ein "Papiertheater" oder "Kastentheater", das sich wie eine Bühne öffnen lässt und in bunten Bildern biblische Geschichten illustriert. Die Bildkarten kann man in Läden kaufen oder im Internet bestellen. Oder aber man stellt sie selber her - so wie wir das unlängst mit der Jungschar probiert haben. Hier ist das Ergebnis: Die Geschichte des Propheten neu erzählt (in Anlehnung an die biblische Geschichte aber in freier Interpretation).


Zum Vergrößern bitte Bilder anklicken!


Jona führt ein gechilltes Lebens. Was die anderen Leute treiben interessiert ihn nicht - solange er seine Ruhe hat.


Doch von wegen Ruhe! Gott hat einen Auftrag für ihn: Er soll nach Ninive ziehen und die Menschen vor den Folgen ihrer Bosheit warnen. Denn lange will sich Gott ihr böses Treiben nicht mehr gefallen lassen.


Jona bekommt Angst. Er malt sich in Gedanken aus, wie die bösen Menschen in Ninive aussehen und was sie ihm alles antun werden, wenn er ihren Zorn erregt.


Jona sagt sich: "Nicht mit mir!" und macht sich aus dem Staub. "Soll sich Gott doch einen anderen Propheten suchen."


Von Joppe aus will Jona mit dem Schiff nach Tarsis reisen, das im heutigen Spanien liegt. Für die Menschen damals war das das Ende der Welt. "So weit weg", denkt Jona "wird mich Gott ganz bestimmt nicht finden!".


Doch kaum hat das Schiff den sicheren Hafen verlassen, bricht ein heftiger Sturm los, Die Menschen an Bord bekommen es mit der Angst zu tun. Sie glauben: "Jemand unter uns, muss Gott geärgert haben! Das Blitzen und Donnern kommt bestimmt von seinem Zorn!"


Geplagt von Angst und Gewissensbissen packt Jona schließlich aus. Er gesteht, dass er sich auf der Flucht vor Gott befindet.


Die Menschen an Bord glauben jetzt, dass der Sturm allein die Schuld von Jona ist. Darum wollen sie ihn loswerden und werfen ihn einfach über Bord.


Als Jona im Wasser zappelt, taucht plötzlich ein riesiger Fisch aus den Wellen auf. Mit einem "Schapp" verschluckt er den ungehorsamen Propheten und taucht mit ihm in die Tiefe ab.
Gefangen im Magen des großen Fisches betet Jona in Todesangst zu Gott. Er bittet ihn um Verzeihung und verspricht, jeden Auftrag zu erfüllen, wenn Gott ihn nur noch einmal rettet.


Und tatsächlich: Nach drei Tagen taucht der Fisch noch einmal an die Oberfläche und spuckte Jona in hohem Bogen ...


... an den nächstgelegenen Strand. 

Jona weiß jetzt: Er hat keine Wahl. Er muss nach Ninive. Also macht er sich auf den Weg.


In Ninive angekommen, ergreift er auf dem Marktplatz das Wort und hält den Menschen mit lauter Stimmer ihre Bosheit vor.


Dabei kneift er die Augen zusammen, weil er immer noch Angst vor den Menschen hat. Nach allem, was er gehört hat, müssen das regelrecht Monster sein!


Aber die "Monster" verhalten sich merk-würdig leise. "Was ist da los? Verstehen die nicht, was ich sage?". 
Langsam macht Jona die Augen auf ... und wundert sich.


Die Menschen in Ninive sehen gar nicht aus wie "Monster". Und sie sind auch nicht sauer über seine Worte, sondern tief erschrocken. Sie haben genauso viel Angst wie er, versprechen ihr Leben zu bessern - und wollen nur eines: In Frieden leben!



Und Gott gewährt ihnen den Wunsch: Er verzeiht ihnen ihre Fehler und schenkt ihnen die Chance, es in Zukunft besser zu machen.

Jona hingegen ist ganz verdutzt: "Das war alles?". 

Jetzt ist es ihm peinlich, dass er so viel Angst hatte. Auch er nimmt sich vor, es das nächste Mal besser zu machen.

Sonntag, 8. Juli 2018

Neckartaufe 2018

Am 8. Juli 2018 fand zum vierten Mal das regionale Tauffest der Evangelischen Kirchengemeinden Ladenburg, Edingen, Neckarhausen, Ilvesheim und Heddesheim auf der Neckarwiese beim Wasserturm in Ladenburg statt. Rund 400 Menschen feierten bei traumhaft sonnigem Wetter einen bunten Gottesdienst, in dessen Rahmen über 30 Kinder im Neckar getauft wurden. Heddesheim war mit 8 Täuflingen vor Ort und bot mit der Jungschar ein spannendes und humorvolles "Wer-bin-ich?"-Ratespiel zu Wassergeschichte aus der Bibel. Dabei galt es die Namen von Noah, Mose, Jona und Petrus zu erraten, in deren Rollen die Jungscharkinder geschlüpft waren.

Hier ein paar Schnappschnüsse von Ioanna Ellenberger (Danke für die Fotos!):

Vier der Jungscharkinder bei den letzten Vorbereitungen für ihren Auftritt.



"Wer-bin-ich?" - Noah erinnert sich an den großen Regen.
"Wer-bin-ich?" - Mose erzählt, wie er das Schilfmeer zerteilt und durchzogen hat.
"Wer bin ich?! - Jona erinnert sich, wie er von einem großem Fisch verschluckt wurde.


Nach dem Ratespiel wird noch einmal gebündelt, was die Geschichten mit der Taufe zu tun haben.

Taufe am Neckar: Pfarrerin Franziska Stoellger tauft einen Heddesheimer Täufling.