Samstag, 26. September 2026

Erntedank 2026 mit Kreativprogramm für Kinder


Am Sonntag, den 4. Oktober, laden die Evangelischen Kirchengemeinden Ladenburg und Heddesheim unter dem Motto „Genug für alle“ zu einer bunten Erntedankfeier im Hof von Bauer Meng in Neuzeilsheim 18. Los geht´s um 10.00 Uhr mit einem Familiengottesdienst, der vom Heddesheimer Posaunenchor und Kirchenchor begleitet wird und ein eigenes Kreativ-Programm für Kinder beinhaltet. Dazu gibt es leckere Säfte und neuen Wein (für Ältere) sowie im Anschluss ein gemeinsames Erntedankessen mit Suppe und Wurst aus der Hofküche.

Gefeiert wird wetterfest in der neuen großen Scheune, die mit ihrer offenen Seite einen schönen Ausblick auf die Bergstraße bietet. Da Neuzeilsheim mittig im Ackergebiet zwischen Ladenburg und Heddesheim liegt, ist der Hof von beiden Ortschaften schnell zu erreichen. Parkmöglichkeiten sind vor Ort – wobei es sich nahelegt, die Feier bei schönem Wetter mit einer kleinen Radtour über die Felder zu verbinden.

Dienstag, 7. Juli 2026

Dienstag, 5. Mai 2026

Nachwuchs im Brutkasten


Im Jahr 2005 hatte der Verein der Vogelfreunde und -pfleger Heddesheim e.V. 1960 einen Nistkasten für Wanderfalken in einer der Arkaden der oberen Turmstube unter dem nach unten offenen Knickdach des Kirchturms angebracht. Es dauerte, bis hier erstmals Turmfalken brüteten. Danach entdeckten auch die Wanderfalken den für sie eingerichteten Nistkasten und zogen 2018 die ersten vier Jungtiere groß. Seitdem kommen sie Jahr für Jahr wieder und machen mit lauten schrillen Schreien ("zjuck, zjuck ...") auf sich aufmerksam.

Um die Entwicklung des streng geschützten Wanderfalkens besser nachvollziehen zu können, ist es üblich, Jungtiere zu registrieren und zu beringen. Zu diesem Zweck war bereits im letzten Jahr Dr. Gerhard Rietschel, der Naturschutzbeauftragte für den Stadtkreis Mannheim, nach Heddesheim gekommen und auf abenteuerlichen Wegen durch den Glockenstuhl hindurch zum Nistkasten in luftiger Höhe geklettert. Vier Jungtiere konnten damals beringt werden.

In diesem Jahr ist er erneut gekommen - in Begleitung von Jörg Landeberber aus der Vorstandschaft der Heddesheimer Vogelfreunde und Pfarrer Dierk Rafflewski, den die Aussicht auf ein paar Schnappschüsse von den neuen Turmbewohnern lockte. Die folgenden Aufnahmen zeigen Begehung und Beringung der drei Jungtiere.


Der Weg nach oben - noch mit Hilfe einer Leiter. Die letzten Meter geht´s über die Balken des hölzernen Glockenstuhls.


Der Einstieg durch die Luke in die obere Turmstube, die trotz der Wanderfalken von Taubenkot übersät ist.


Blick in den Brutkasten: Zum ersten Mal im Leben sehen die Wanderfalken einen Menschen. Der skeptische Blick ist verständlich.


Der erste Jungvogel wird erfasst. Dazu gehören die Bestimmung des Geschlechts und des Körpergewichts und die Beringung mit individueller Kennnummer, um die Wege des Tieres nachvollziehen zu können.


Dr. Gerherad Rietschel und Jörg Landenberger beim Wiegen des Jungtieres, das dafür kurz in einen Sack muss, um nicht verletzt zu werden.


Jetzt noch die Ringe anlegen ...


... und fertig. Der Wanderfalke kann mit seinen Geschwistern zurück in den Nistkasten.

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Ein etwas anderes Krippenspiel

Ein Bericht von Darstellerin Klara (9 Jahre)

Das hätte ich nicht gedacht, dass an der ersten Probe für das Krippenspiel so viele Kinder kommen und mitspielen wollen. Ich durfte Betty spielen und durch die Geschichte führen. “Hilfe, die Herdmanns kommen”:

Bettys Mutter übernimmt darin das Krippenspiel von Frau Armstrong, die im Krankenhaus liegt. Sie will eigentlich nicht richtig, aber als zur ersten Probe “die schlimmsten Kinder aller Zeiten”, die Herdmanns kommen, packt sie der Ehrgeiz. Und tatsächlich, Eugenia, ein Herdmannskind verwandelt sich in ihrer von Alice geklauten Rolle als Maria von einem auf dem Damenklo rauchenden Mädchen zu einer fürsorglichen Mutter.
Die vielen Proben waren ziemlich chaotisch und die Generalprobe am meisten. Vieles hat nicht funktioniert, die Mikrofone, die Einsätze, wann wir sprechen und wann wir wohin gehen sollen. Aber man sagt ja: “Wenn die Generalprobe schief läuft, wird der Auftritt richtig gut”. So war es auch. Mit ganz ganz viel Geduld und Leidenschaft haben es 46 (?) Kinder geschafft ein tolles Theaterstück aufführen zu können. Ich fand es fantastisch. Nicht nur für Eugenia war das Krippenspiel etwas ganz besonderes, nein, für uns alle war das Krippenspiel etwas ganz besonderes.



Donnerstag, 20. November 2025



Ratzeputz

Über eineinhalb Jahre hat es gedauert, Story und Texte zu schreiben, die Lieder zu komponieren, die Bühnendekoration zu entwerfen und zu malen, neue Kostüme zu schneidern und das Ganze mit einer begeisterungsfähigen Schar von 40 Kindern und Jugendlichen einzuüben. Bei diesem Aufwand fragen manche: Und das alles nur für zwei Aufführungen? – Ja und Nein. Der Weg ist zwar nicht das Ziel, aber bereits die Arbeit an einem großen Projekt begeistert, stiftet Gemeinschaft, setzt kreative Ideen frei und lässt die Spannung steigen. Und wer etwas Besonderes schaffen will, muss Klotzen und darf nicht Kleckern. Und dass „Ratzeputz“ etwas Besonderes war, wird niemand bestreiten, der die Aufführung gesehen und die begeisterte Atmosphäre gespürt hat.


Düster und geheimnisvoll erfüllten bereits am Anfang gitarrengeschwängerte sphärische Klänge die dunkle Kirche, während die Bel-Priester in ihren schwarzen Kutten mit spitzen Kapuzen gemessenen Schrittes durch den Mittelgang auf die Bühne zogen. Dort angekommen, ging es gleich richtig ab. Mit einem Mal schwenkte die Musik, die Priester rissen ihre Kapuzen vom Kopf und die schweren Bühnenvorhänge gaben den Blick auf den in Trockennebel gehüllten Bel preis. Über 4 Meter hoch war das mit großem Aufwand gestaltete Götzenbild, das sich furchteinflößend über dem steinernen Altar erhob und immer wieder dicke Rauschwaden aus seinem Maul ausstieß. Ein echter Hingucker!

Doch die eigentlichen Stars waren die Kinder. Ihre schauspielerischen und gesanglichen Leistungen waren grandios. Beeindruckend mit wieviel Lust sie dabei waren – ob bei der humorvollen Gabenbereitung, bei der Bel mit überdimensionalen Opfergaben versorgt wurde (darunter: „Gummi-Bels von Haribo“, „Bel-Secco“ und „Pommes von Mc Bel“), der von Daniels Freunden verursachten „Mehlschlacht“, der Entdeckung des begehbaren Geheimgangs, der durch die Götzenfigur hindurch direkt in den Partykeller der Priester führte, oder dem Stottergesang der vollgefressenen Priesterschar, die mit tausend Ausflüchten ihre Haut zu retten versuchten. Auch die Slapstick-Einlage der drei Tempelwachen, die jegliche Haltung verloren, als aus dem Hintergrund die fetten Techno-Beats der nächtlichen Priesterorgie erklangen, machten richtig Laune.

Und so bunt und vielfältig wie Schauspiel und Requisite war die Musik: Dachte man bei dem Vorspiel von Stephan Heinz unwillkürlich an Pink Floyd, weckte das humorvolle Loblied der Priester auf die Verdauungsleistungen von Bel, das Jessica Lindenberger komponiert hatte, Assoziationen zu Helene Fischer, während der Protestgesang von Daniel und seinen Freunden gegen die Götzenverehrung aus der Feder von Dr. Henning Scharf mit einer klassischen Dramaturgie und jazzigen Klängen punktete. Abgerundet wurde das musikalische Potpourri mit einem schwungvollen Klezmerstück nebst Violineneinsatz, das als spontane Zugabe auch die Besucherinnen und Besucher zum Klatschen und Mitsingen animierte: Hallelu elohim chajim! (Gelobt sei der lebendige Gott!)

Auch wenn alle Kinder eine namentliche Nennung verdient hätten, dürfen die großen gesanglichen und schauspielerischen Leistungen von Paul Marquet als Daniel und Louisa Peters als König Kyros an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, ebenso die eindrucksvolle Darstellung des Oberpriesters durch Leana Preuschoff.

Darüber hinaus gebührt ein großer Dank den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die beim Bühnenauf- und abbau, in der Kostümschneiderei oder beim „100-Stunden-Bühnenbildmalen“ Hand angelegt haben – sowie natürlich dem Musical Team mit den „alten Hasen“ Ute Schick, Ursula Schiele, Bianca Würz, Mirjam Kuenzer, Sandra Gerschtenzweig und Christiane Benke, den Jung-Teamern Kira Schiele, Jumana Würz, Melissa Würz, Niklas Wagner und Sophie Wagner, die immer noch mit vollem Einsatz auf der Bühne stehen, sowie den beiden unermüdlichen Technikern Dirk Kollmar (Ton) und Sebastian Schick (Licht & Effekte), die einmal mehr für das Musical Unmengen an Material aufgefahren haben. Herzlichen Dank auch an Klaus Wagner fürs Fotografieren sowie Robert Gerstner und Julius Peters fürs Filmen.

Und last but not least: Herzlichen Dank an die Musiker Jessica Lindenberger und Dr. Henning Scharf für ihre großartigen Kompositionen sowie Stephan Heinz für die musikalische Unterstützung und das sphärische Eingangsstück.

 P.S.: Auch wenn die Kinder nach der zweite Aufführung noch auf der Bühne lautstark eine weitere Musicalaufführung im nächsten Jahr einforderten (was uns sehr berührt hat), wird es dazu wohl nicht kommen. Das Team braucht eine Verschnaufpause – und das Schreiben von neuen Texten und Komponieren von neuen Lieder braucht seine Zeit. Aber vielleicht klappt´s 2027. Wir bleiben dran!

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Schul-AG: Biblische Geschichten als Comic

Dass ich (Dierk Rafflewski) gerne zeichne und ein Faible für Comics habe, ist vermutlich kein Geheimnis. Und dass mir als Pfarrer im Schuldienst die Vermittlung biblischer Geschichten ein Anliegen ist, dürfte wenig überraschen. Von daher lag die Idee, als Pädagogische Angebot im Rahmen der Verlässlichen Grundschule nachmittags einen Kurs im Zeichnen biblischer Comics anzubieten, auf der Hand. Nur peinlich, dass sie mir von Konrektorin Jeanette Werle angetragen werden musste und ich nicht selbst darauf gekommen bin.

Denn wie es scheint, zieht die Idee auch bestens bei den Kindern: Seit Mitte Oktober unterrichte ich mittwochs in der siebten und achten Stunde zwei altersgemischte Gruppen mit 14 und 18 Kindern, die sich für dieses Angebot gemeldet haben. Und obwohl es nach einem vollen Schultag mit 6 Schulstunden und dem Mensa-Mittagessen schwer ist, noch einmal Geduld und Konzentration aufzubringen – andere pflegen hier den Mittagsschlaf –, sind die Kinder mit großer Freude dabei.

In einem ersten Schritt geht es in dem Pädagogischen Angebot darum, Prinzipien des Comic-Zeichnens kennen zu lernen und einzuüben: Wie kann ich mit wenigen Stichen Bewegungen und Gefühle darstellen? Wie kombiniere ich Rahmen, Zeichnung, Textfelder, Sprech- und Gedankenblasen? Wie finde ich meine eigene Comicsprache und entwickle reproduzierbare Figuren mit Wiedererkennungswert?

In weiteren Schritten widmen wir uns dann biblischen Geschichten und überlegen, wie sich diese in einfache humorvoller Comicsprache „übersetzen“ lassen. Ziel dabei ist natürlich nicht, die Geschichten ins Lächerliche zu ziehen, sondern transparent für menschliche Schwächen und Eigenheiten zu machen, so dass der Betrachter im Idealfall über sich selber schmunzelt. Mal sehen wie´s gelingt. Vielleicht findet sich das ein oder andere Comic aus Kinderhand ja demnächst im Scharnier wieder. Wie die Zeichnungen aus der ersten Stunde zeigen, gibt´s hier wohl einige Talente.

D.R.

Montag, 29. September 2025

Ratzeputz: Die Vorfreude steigt


Am Samstag, den 27. September, fand in der Kirche ein Probentag zum Musical "Ratzeputz" statt. Am Vormittag wurden erstmals alle Lieder mit Bewegungen und Dialogen geprobt. Das bedeutete drei Stunden volle Konzentration, die viel Geduld erforderten. Immer wieder mussten Szenen wiederholt und Abläufe korrigiert werden. Entsprechend groß war danach der Appetit: Kaum waren punkt 13.00 Uhr die fünf Partypizzen geliefert, hatte sich eine lange ungeduldige Schlange gebildet. Im Nu war alles ratzeputz verputzt. Auch die großen Kekspackungen und diversen Fruchtgummitüten sowie die nachgekauften Bretzel waren gleich vergriffen. Als hätte jemand Bel von der Leine gelassen.


Nach der Stärkung fand im Gemeindehaus die Kostümanprobe statt. Verteilt nach Gruppen bekamen alle Darstellenden ein Kostüm angepasst, das für die Aufführung mit Namen versehen wurde. Danach ging´s noch einmal in die Kirche, um zu sehen, wie es sich verkleidet singt und spielt. Und "Ja": Es fühlte sich gleich anders an. Und der Legende vom "Mittagsloch" zum Trotz lief die Probe sogar noch einmal besser als am Vormittag. 
Nach einer erneuten Pause stand abschließend um 15.15 Uhr die Tonprobe an. Dafür wurden die sechs Hauptdarsteller mit Headsets verkabelt. Einzelsprecher bekamen ein Funkmikrofon. Auch das gab noch einmal einen Motivationsschub. Der Klang füllte die Kirche - und erneut waren alle Kinder voll konzentriert bei der Sache. Wahnsinn, wenn man bedenkt, das sie am Ende um 16.00 Uhr sechs volle Probenstunden in den Knochen hatten!





Das einzige was die Kinder wurmte, war die Abwesenheit von Bel. Nur zu gern hätten sie gesehen, wie der "gefräßige Götze" denn nun aussieht. Doch mit Blick auf das anstehende Erntedankfest am kommenden Sonntag in der Kirche konnte dieser zum Probentag noch nicht aufgebaut werden. 
Schade, aber auch gut so: Das erhält die Spannung!

Freitag, 26. September 2025

Einweihung des neuen Schulhofs der Hans-Thoma-Grundschule

 Am Freitag, den 26. September 2026, wurde der neue toll gestaltete Schulhof der Hans-Thoma-Grundschule unter reger Beteiligung von Schülern, Eltern, Lehrkräften und interessierten Bürgern eingeweiht. Für die Kirchen vor Ort sprachen Pfr. Matthias Stößer (kath. Seelsorgeeinheit Heddesheim-Ladenburg) und Pfr. Dierk Rafflewski (Evang. Kirchengemeinde Heddesheim) ein Segensgebet.



Donnerstag, 4. September 2025

Ratzeputz: Neues aus der Kostümschneiderei

Nachdem die Bühnenbilder gemalt waren, ging´s am Donnerstagabend, 5. September, an die Kostüme: Zunächst galt es, vorhandene Kostüme zu sichten und auf ihre Ratzeputz-Tauglichkeit hin zu prüfen. Schnell war klar: Zur Ausstattung der Priester sowie für Daniel und seine Freunde reichte der Bestand. Für die Babylonier hingegen sah´s dürftig aus. Klar, die kamen bislang ja auch in keinem unserer Musicals vor. Hier galt es kreativ zu werden, die Stoffvorräte zu durchkämmen, passende Accessoires zu finden, alte Kostüme neu zu kombinieren und zu ergänzen, die Nähmaschinen anzuwerfen und die Heißklebepistole aus der Schublade zu holen. 

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verkleidung für König Kyros. Um ihn als Babylonier bewusst vom christlich-abendländischen Königsideal mit goldener Krone und rotem Umhang (die wir im Bestand gehabt hätten) abzugrenzen, wurde für ihn ein "Kopfturm" nebst Umhang im Leoparden-Style kreiert. Spannend.

Herzlichen Dank an alle Mütter, Kinder und Jugendliche, die an diesem Abend drei Stunden lang bis 22 Uhr fleißig beraten, sortiert, geschnitten, genäht, geklebt und gemalt haben. Super Einsatz!!!


Sichtung der Kostüme: Was passt für wen? Der Hofmeister rechts im Bild ist fündig geworden. Fehlen nur noch Kochmütze und Kochlöffel (sind geordert).


Die Nähmaschinen laufen auf Hochtour: Für die Babylonier mussten einige Schleppen, Umhänge etc. neu geschneidert werden.


Das nennt man All-Round-Talent: Vor der Bühne als Darstellerin aktiv, hinter der Bühne als Näherin in der Kostümschneiderei.


Paint it black: Musical-Kinder verwandeln den hellen Bischofstab, den vormals der Heilige Nikolaus im Luthermusical mit sich führte, in den schwarzen Herrschaftsstab von Bels Oberpriester.

Montag, 18. August 2025

Wir haben Hammel, Ziege, Känguru ...

Nach einem Jahr Abstinenz ist es wieder so weit: Die Vorbereitungen für das neue Musical "Ratzeputz" laufen im vollen Gang - und wir sind richtig "heiß" auf die Aufführung.

Allein für die Bühnenbilder haben die "Ratzeputz-Painters" (Ute, Uschi, Christiane, Mirjam, Sandra, Susam und Mariam) zusammen bereits rund 100 Arbeitsstunden in den Ferien investiert - freiwillig!

Die folgenden Fotos von Ute belegen die gute Stimmung - und zeigen die Entstehung der Requisiten zu dem Song "Hammel, Ziege, Känguru ...". Auch die Einzelteile, aus denen die 4 Meter hoher Bels-Statue zusammengesetzt wird, sind bereits koloriert. Allerdings wollen wir nicht zu viel vorab zeigen. Darum gibt´s hier nur die Opfergaben.



Mittwoch, 25. Juni 2025

KiGo-Landestreffen in Heddesheim: Wenn der König Kacka muss ...


Es war nass und feucht in der dunklen Höhle. David und seine Männer kauerten hinter den Felsen und beobachteten die Ebene. Mit 3000 Soldaten war König Saul aufgebrochen, um den vermeintlichen Konkurrenten um den Königsthron zu beseitigen. Ob die Höhle in der Wüste von En Gedi den Verfolgten den ersehnten Schutz bieten konnte? Denkste! Auch Saul hatte die Höhle erspäht, deutete mit dem Finger auf das dunkle Portal und besprach sich mit dem Heerführer. Aber was war das? Saul ließ die Soldaten zurück, stieg allein den schmalen Pfad zur Höhle hinauf, schaute sich oben angekommen noch einmal verlegen um und ging dann hinter einem Tropfstein in die Hocke. Was tat er da nur?

Die Besucher im Familiengottesdienst zur Eröffnung des KiGo-Landestreffens zuckten die Schultern. Keine Ahnung! Bis ein lauter langer Furz über sämtliche Lautsprecher durch das Kirchenschiff hallte. Betretenem Schweigen folgte lautes Lachen und die Feststellung eines jungen Gottesdienstbesuchers: „Der macht Kacka!“

Ja, richtig, das war die Antwort: Saul war allein in die Höhle gekommen, um sich nach schwerer Mahlzeit Erleichterung zu verschaffen. Womit sich für David die überraschende Chance bot, seinen Verfolger ein für alle Mal loszuwerden. Schutz- und wehrlos war ihm dieser ausgeliefert. Doch David zögerte, überlegte … und statt mit dem Schwert kurzen Prozess zu machen, schnitt er König Saul ein kleines Stück von seinem Mantel. Danach zog er sich zurück, wartete bis Saul wieder bei seinen Soldaten war und trat in Höhlenportal – mit dem roten Stofffetzen in der erhobenen Hand. Da erkannte Saul, dass ihm David nicht nach dem Leben trachtete und zog beschämt von dannen. Er wusste, David wird einmal der bessere König sein.

Stark ist eben nicht, wer seine Ziele ohne Rücksicht auf Verluste zu verfolgen sucht, sondern wer besonnen bleibt und danach fragt, was dem Frieden und der Verständigung aller dient. Eindrucksvoll hatten das die sieben Schülerinnen und Schüler in den Rollen von Saul, David und seinen Gefolgsleuten veranschaulicht. Danach ging es musikalisch weiter mit „Absoluto guto“, einem von mehreren Mitmachliedern, die für viel Bewegung unter den gut gelaunten Besuchern sorgten.

Mit Schere, Klebstoff, Kinderbibel und Gitarre


Nach dem inspirierenden Familiengottesdienst ging es für die rund 50 angemeldeten KiGo-Mitarbeitenden, die bis zu 150 Kilometer Anfahrt aus dem Main-Tauber-Kreis auf sich genommen hatten, in und um das Evangelische Gemeindehaus in Workshops und kreativen Stationen weiter.

Wer wollte, konnte sich bei den Gemeindediakoninnen Frauke Manske (Ilvesheim) und Bärbel Fichtner (Ladenburg) mit kindgerechte Erzählmethoden vertraut machen oder bei Kirchenmaus-Mitarbeiterin Annette Krieck (Ladenburg) flotte Lieder für den KiGo einüben. Im Gemeindesaal bot Gemeindediakonin Stefanie Uhlig zusammen mit Jugendmitarbeiter Elias Karbe (Ketsch) eine Bastelstation für Sonnenfänger an, während Karin Kunkel, die KiGo-Beauftragte für den Kirchenbezirk Heidelberg, zur Gestaltung von Prunkschwertern lud, die nicht zum Töten, sondern zur Ehrerbietung gedacht waren (siehe: Ritterschlag). Für Spiel & Spaß sorgte indes Gemeindereferentin Carolin Gottfried auf der Außenfläche vor dem Gemeindehaus. Ob beim „Turmbau zu Babel“ mit einem Berg von Holzsteinen, der Verschönung des Außenpflasters mittels Straßenmalkreide oder der Produktion von Riesen-Seifenblassen, für jede und jeden gab´s was zu tun. Und wer´s ruhiger wollte, konnte sich im Gemeindehaus einer von zahlreichen Bastelaufgaben widmen.

Als weitere Höhepunkte gab´s nachmittags dann noch eine kirchenpädagogische Führung durch die benachbarte katholische Kirche St. Remigius unter Leitung von Erlebnispädagogin Rebecca Pfenning sowie eine KiGo-Crash Kurs durch Frauke Manske für Kinder und Jugendliche, die vielleicht einmal selbst in die KiGo-Arbeit einsteigen möchten.

Lutz Wöhrle, der Landeskirchlich Beauftragte für KiGo, der ebenfalls den Tag in Heddesheim verbrachte, zeigte sich überaus beeindruckt von dem breiten Angebot, der großen Zahl an Mitwirkenden und der wunderbaren Versorgung, für die maßgeblich Mirjam Kuenzer und Elisabeth Reinmüller vom örtlichen KiKi-Team verantwortlich waren. Den ganzen Tag über stand eine Snackbar mit Getränken, Kaffee, Obst, Gemüse, Tomaten-Mozzarella-Sticks, Keksen und einem Kilogramm (!) Gummibärchen zur freien Verfügung. Und als Nachtisch fürs Mittagessen (Pizza!) hatte Elisabeth für alle Teilnehmende sogar noch Pana cotta mit Früchten vorbereitet.


Herzlichen Dank auch an Dirk Kollmar, der für Technik und Toneffekte in der Kirche sorgte. Was wäre das Anspiel nur ohne das laute Furzen gewesen … J