Sonntag, 1. Januar 2012

Nikolaus beschenkt KiKi


6. Dezember 2010: Zum neunten Mal in Folge organisierten die Familien Bach, Grosch, Heinz und Merx einen Nikolausmarkt im Kaiserhof. Obwohl es das Wetter nicht gut meinte und zeitgleich der erste Heddesheimer Adventsmarkt auf dem Dorfplatz seine Toren geöffnet hatte – der 6. Dezember fiel nun mal auf den 2. Advent –, hatte sich der große Aufwand gelohnt. Viele kleine und große Besucher und Besucherinnen genossen die liebevoll hergerichtete Marktatmosphäre im Hof, wärmten sich am Glühwein (oder Kinderpunsch) und freuten sich über die Geschenke des Nikolaus.

Insgesamt erbrachte der Nikolausmarkt einen Erlös von 1200 Euro (wobei die Veranstalter nach einmal freundlich nach oben gerundet hatten), der nun zu gleichen Teilen einem Hilfsprojekt für behinderte Menschen in Indien sowie der katholischen und derevangelische Kinderkirche zugute kommt. Dank diesem verspäteten Nikolausgeschenk von 400 Euro ist es nun möglich, lang ersehnte Materialien für den Kindergottesdienst wie zum Beispiel einen Satz bunter Tücher zu besorgen.

Die evangelische KinderKirche (KiKi) dankt den Veranstaltern ganz herzlich für die Spende und für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Der Nikolausmarkt ist eine tolle Sache!!!
(D.R.)

Kirchenübernachtung 2009


Nein, das Wetter hatte es am Freitag, den 4. September 2009, wahrlich nicht gut gemeint. Die geplante Grillparty im Pfarrgarten fiel buchstäblich ins Wasser. Und auch die Rallye in und um die Kirche war von Schauern begleitet. Dennoch war die erste Kirchenübernachtung für Kinder ein schöner Erfolg und ein ganz besonderes Ereignis. Denn wer konnte bis dato von sich behaupten, schon einmal in der Kirche übernachtet zu haben? Und das war ja schließlich das Besonderer, das den 15 Kindern im Grundschulalter ermöglicht werden sollte.

Bereits bei der Rallye am Nachmittag erfuhren die Kinder interessante Dinge über die Kirche und hatten die Möglichkeit, unter der sachkundigen Führung von Herrn Rainer Steckel die Orgel zu begehen. Wer hätte gedacht, dass unsere Orgel ca. 1800 Orgelpfeifen umfasst? Da staunte selbst der Pfarrer nicht schlecht.

Am Abend sorgte ein biblisches Schattenspiel-Quiz für Staunen und Unterhaltung. Hinter einem großen Tuch, das quer durch den Altarraum gespannt war, wurden mit Hilfe von einem Overheadprojektor, Scherenschnittbildern und realen Schauspielern biblische Erzählungen auf verblüffende Art und Weise zum Leben erweckt. Dabei bewiesen die Kinder ein erstaunliches Bibelwissen. Jede Geschichte wurde erraten.

Zum Abschluss gab es mit „Vom Baal zu Bel“ eine spannende und auch etwas unheimliche Gutenachtgeschichte aus den apokryphen Schriften der Bibel („verborgene“ Schriften, die nicht zum Kanon zählen, aber in vielen Bibeln enthalten sind). Wer die Detektivgeschichte um ein gefräßiges Götzenbild nachlesen will, findet sie unter „Stücke zu Daniel“ im zweiten Kapitel.

Die Nachtruhe begann mit dem Mitternachtsschlag, der jedoch noch einmal kräftig aufhorchen ließ. Irgendjemand hatte doch tatsächlich das Funkmikrofon unter dem Glockenstuhl deponiert, so dass der Glockenschlag über die Lautsprecher direkt ins Kirchenschiff übertragen wurde.

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Gemeindehaus, stand der Samstagvormittag im Zeichen gemeinsamer Spiele und Lieder. Und dafür konnte endlich auch der Pfarrgarten genutzt werden. Das Wetter hatte ein Einsehen. Zuletzt wurden die Urkunden und Preise für die Rallyemannschaften ausgeteilt. Dann ging´s fröhlich und erschöpft nach Hause.
 (D.R.)

Kirchenübernachtung 2011


„Eine Nacht in der Kirche für Unerschrockene im Grundschulalter“ – unter diesem Motto lud die KinderKirche in den Sommerferien zur dritten Kirchenübernachtung ein.
Start war am Freitag, den 9. September 2011. Die 23 teilnehmenden Kinder erforschten die Kirche, gingen quer durch den Ort auf Schatzsuche und konnten bei der Gestaltung eines bunten Tischkreuzes ihre Kreativität mit Pinsel und Farbe austoben. Nach einer kleinen Grillfeier im Pfarrgarten (das bis dato trübe Wetter hatte gerade noch rechtzeitig ein Einsehen) folgte die lange Kirchennacht mit Wettspielen, Kirchenkino, Schattenspielen und vielen Rätselaufgaben. Nach dem Mitternachtsschlag der Kirchenglocke hieß es „ab in die Schlafsäcke!“ Die Nacht war kurz genug.
Nach einem gemeinsamen Frühstück im Schlatterhaus standen am Samstagvormittag Geländespiele im Pfarrgarten auf dem Programm, bevor die Eltern ihre Sprösslinge wieder in Empfang nehmen konnten.

Fazit: Mit kleinen Abstrichen beim Wetter war es eine gelungene Aktion. Die Kinder hatten ihren Spaß und die KinderKirche verfügt seit der Kirchenübernachtung über ein neues Altarkreuz. Bewundert werden kann es bei jedem Kindergottesdienst, sonntags, um 11.30 Uhr im Altarraum der Evangelischen Kirche. Herzliche Einladung!
 (D.R.)

KiKiFe 2011: "Zeitreise durch die Bibel"


„Zeitreise durch die Bibel“ – unter diesem Motto stand das bezirksweite Kinder-Kirchen-Fest, das am Samstag, den 21. Mai 2011, in und um die evangelische Kirche in Schriesheim stattfand. Gemessen an immensen Aufwand fiel die Zahl der Teilnehmer mit rund 80 Kindern leider gering aus, doch wer gekommen war, hatte dafür freien Lauf an den Stationen. Und hier wurde einige geboten. Allein die KinderKirche Heddesheim war mit vier Stationen vertreten, bei denen es darum ging im „Wasserlaufen“ gegeneinander anzutreten (Wettrennen auf Pedalos), auf dem See Genezareth das Gleichgewicht zu wahren oder die Geschenkdosen der drei Weisen aus dem Morgenland wieder zu finden, die infolge eines Unfalls unter der Warenladung einer Karawane verschütt gegangen waren. Wer wollte, konnte sich auch verkleidet als Maria, Josef oder Engel im Stall fotografieren lassen und später das als Weihnachtsgrußkarte aufbereitete Foto per Codewort beim Evangelischen Kinder- und Jugendwerk abrufen.
Ein besonderes Highlight stellte der „Mulitmediaraum“ dar. In einem alten Gewölbekeller wurde mit Hilfe selbst erstellter Ton- und Filmaufnahmen die Ladegeschichte präsentiert. Donnergeräusche, Lichteffekte (Strobe-lights), Stimmverzerrungen und wabernde Nebelschwaden (aus dem Nebelwerfer unter der nachgebauten Lade) sorgten auch bei Jungs für Spannung.
Das nächste Kinder-Kirchen-Fest soll 2013 stattfinden. Als Ort ist Heddesheim im Gespräch, eventuell in Kooperation mit einer Schule. Schön, wenn´s klappt!

D.R.

Ein Taufstein, der Geschichten erzählt


Das Jahr 2011 ist von der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) zum „Jahr der Taufe“ erklärt worden. Diesem Rechnung zu tragen, haben viele Kirchengemeinden besondere Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Einmalig jedoch dürfte das Projekt sein, das unsere Gemeinde in Kooperation mit den Grundschulen auf die Beine gestellt hat: Die Gestaltung eines eigenen Taufsteins. Am 10. Juli 2011, dem EKD-Tauftag, wurde er im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes auf dem Dorfplatt „eingeweiht“.

Die Idee: Zunächst erschien es als ein unglückliches Zusammentreffen, dass der landesweit ausgerufene Tauftag der evangelischen Kirche genau auf den Sonntag fiel, an dem das diesjährige Dorfplatzfest mit einem ökumenischen Gottesdienst enden sollte. Andererseits barg die Überschneidung die Chance, das Thema „Taufe“ wortwörtlich in die Mitte der Gemeinde zu rücken, zumal die katholische Pfarrgemeinde keine Einwände gegen die Integration einer evangelischen Tauffeier hatte. Aber wie und wo konkret sollte auf dem Dorfplatz getauft werden? Mit Hilfe einer einfachen Wasserschüssel? In der Springbrunnenanlage?
Die Lösung: Ein transportabler Taufstein – gestaltet von und mit Grundschulkindern. Damit war es nicht nur möglich, das Thema „Taufe“ an die Schulen zu holen, sondern auch auf didaktisch wertvolle Weise Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. Und dass Kinder die wahren Künstler sind, hatte ja bereits die Gestaltung unserer neuen Taufglocke im letzten Jahr bewiesen.

Blick in die Garage des "Schreiners" Bruno Rafflewski.
Rechts ist der Taufstein im "Rohbau" zu sehen.
Der Projektverlauf: Nach Absprachen mit den Schulen, der Bildung eines Projektteams und Festlegung der beteiligten Klassen, galt es zunächst einmal, die Kinder im evang. Religionsunterrichts mit der Bedeutung der Taufe vertraut zu machen. Im Rahmen einer Kirchenbegehung erklärten Pfarrer bzw. Lehrvikar den Ablauf einer Tauffeier.
Anschließend widmete sich jede Klasse einem bestimmten Aspekt der Taufe, zu dem die Kinder bunte Zeichnungen malten. Aus diesen wurden schließlich 20 Bilder für den Taufstein gewählt. Damit war die erste Phase an den Schulen beendet.
Die bemalten Reliefplatten in der "Schreinerwerkstatt"
unmittelbar vor der Anbringung auf dem Taufstein.
Für die zweite Phase wurde eine Projektgruppe aus freiwilligen Schülerinnen und Schülern gebildet, die sich zwei Mal traf: Das erste Mal in der Keplerschule, um die Zeichnungen auf Holzplatten zu übertragen. Das zweite Mal in der „Teestub“ im Kindergarten Werderstraße, um die zwischenzeitlich dreidimensional als Reliefs ausgearbeiteten Holzplatten mit Dispersionsfarben zu bemalen. Den Rest der Arbeit (Anbringung der Holzplatten und Lackierung) erledigte der „Schreiner“, Bruno Rafflewski, der den Taufstein entworfen und gezimmert hatte.
  
Bericht im Mannheimer Morgen, 4. Juli 2011

Der Taufstein: Der achteckige Holztaufstein besteht aus einer umlaufenden Bodenleiste und einer Kopfleiste sowie einem schmaleren „Halsstück“. Die acht Bilder auf der Bodenleiste zeigen in chronologischer Reihenfolge jeweils vier Bilder zu Erzählungen aus dem Alten Testament und vier Bilder zu Erzählungen aus dem Neuen Testament, die allesamt mit Wasser zu tun haben (Arche Noah, Mose im Weidenkorb, Schilfmeerdurchzug, Jona wird vom Fisch verschluckt, die Taufe Jesu, Sturmstillung, der sinkende Petrus, der wunderbare Fischzug). Das „Halsstück“ zeigt in der Reihenfolge der biblischen Bücher die Symbole für die vier Evangelisten (Löwe = Markus, Mensch = Matthäus, Stier = Lukas, Adler = Johannes). Sie sind das vermittelnde Bindeglied zwischen „damals“ und „heute“. Denn nur dank der Evangelien wissen wir um die Taufe Jesu und seinen Auftrag, diese weiter zu führen. Die Kopfleiste zeigt schließlich, was wir heute mit der Taufe verbinden. Zu sehen sind hier u.a. eine Taufkerze, Schutzengel, eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist und eine Weltkugel mit Kirche als Zeichen dafür, dass alle Menschen Kinder Gottes sind und die Taufe allen offen steht.

Der ökumenischen Gottesdienst am 10. Juli 2011: Es hätte nicht besser laufen können. Die Sonne zeigte sich von ihrer schönsten Seite, rund 500 Gottesdienstbesucher füllten den Dorfplatz und musikalisch boten Posaunenchor und ökumenischer Kirchenchor ein beeindruckendes Programm. 


Die vierte Glocke


Herbst 2010: Nach Jahren der Vorbereitung, unzähligen Sitzungen und verschiedene Spendenaktionen hat die evangelische Kirche nicht nur einen neuen hölzernen Glockenstuhl, sondern Dank der neuen Taufglocke zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein komplettes Geläut. Grund genug, den gegangenen Weg in sechs Stationen noch einmal Revue passieren zu lassen.

Entwurf "Pfarrer"
1. Es ächzt und stöhnt im Glockenstuhl
Bereits vor über 10 Jahren wurde die Sanierung des Glockenstuhls angemahnt, musste aufgrund der hohen Kosten aber immer wieder aufgeschoben werden. Die erste größere Spendenaktion verbunden mit Verkaufsaktionen (Verkauf von „Glockenstühlchen“ und Tonglocken) wurde im Zusammenhang der Gemeindetage 2006 durchgeführt. Daran anschließend konnte als ein wichtiger vorbereitender Schritt 2007 eine Schwinguntersuchung am Glockenturm durchgeführt werden. Doch erst die Kirchgeldaktion 2009, die rund 10000 Euro an Spenden einbrachte, machte es möglich, das Gesamtprojekt in Angriff zu nehmen. Dieses sah vor, den stählernen Glockenstuhl durch einen hölzernen zu ersetzen, die Schwingrichtung zu ändern und die Glocken auf drei Etagen zu verteilen (also eine zusätzliche Ebene einzuziehen).

Entwurf "Engel"
2. Die vierte Glocke – jetzt oder nie!
Schon immer war das Geläut der evangelischen Kirche auf vier Glocken ausgelegt. Bereits Pfarrer Dr. Konrad Fischer hatte darum in seiner Amtszeit für eine vierte Glocke geworben. Auch Glockensachverständige befürworteten den Einbau einer vierten Glocke, wofür die Glockenstuhlsanierung mit dem kompletten Austausch des Gestühls eine einmalige Gelegenheit bot. Für eine spätere Nachrüstung hätte der Glockenstuhl erneut ausgebaut werden müssen.
Doch so einmalig der Zeitpunkt schien, die finanzielle Situation unserer Kirchengemeinde wurde dadurch nicht besser. Und angesichts eines maroden Foliendaches im Kindergarten Werderstraße, für dessen Sanierung ebenfalls die notwendigen Mittel fehlten, stand für den Kirchengemeinderat schnell fest, dass der Guss einer neuen Glocke nicht in Frage kam – zumal sich auch Gemeindeversammlung und Kirchbauverein dagegen ausgesprochen hatten.

Entwurf "Kind"
3. Geht nicht, gibt´s nicht!
Es war der Rotary-Club Schriesheim-Lobdengau, der die Herzen aller Glockenfreunde höher schlagen ließ. Die 2009 in Aussicht gestellte Anschubfinanzierung von 6000 Euro konnte an der Entscheidung des Kirchengemeinderates zwar nichts ändern – eine finanzielle Beteiligung der Kirchengemeinde blieb ausgeschlossen – doch nährte sie die Hoffnung, den fehlenden Betrag von über 10000 Euro in einer privat initiierten Aktion über Sponsoren auftreiben zu können. Und das ist tatsächlich gelungen – in Rekordzeit! Keine zwei Monate benötigten die Glockenfreunde, allen voran Claus Herzog und Eckhard Geisinger, um die Finanzierung der Glocke inklusive aller Zusatzkosten sicher zu stellen. Eine Sposorentafel, die demnächst im Eingangsbereich der Kirche ihren Platz finden wird, nennt Namen von Sponsoren und dankt allen Spendern, die sich bei der Aktion beteiligt haben.

4. Kinder gestalten die Glocke
Da es im Geläut der evangelischen Kirche bislang keine „Taufglocke“ gab, war die Bestimmung für die vierte Glocke schnell gefunden. Etwas länger dauerte die Diskussion um die Gestaltung der Glockenzier: was soll drauf? Und wer soll die Vorlage liefern? – Nach Beratungen in Bauausschuss, Liturgieausschuss und Kirchengemeinderat wurde schließlich die Idee von Architekt Martin Hauss aufgegriffen, die Zier jenen zu überlassen, die mit ihrem Alter den Täuflingen üblicherweise am nächsten stehen: nämlich den Kindergartenkinder.

Und von dieser Idee war nicht nur Frau Krieg, die Leiterin unserer Kindergartenarbeit, begeistert. Auch die Schulanfänger, die sich für das Projekt „Glockenzier“ am frühen Montag, den 19. April 2010, im Werdersaal versammelt hatten, waren mit großer Freude dabei. Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung zum Thema Taufe durch Pfarrer Rafflewski wurde eifrig losgemalt: Blumen, Bäume, Kirchen, fröhliche Menschen, Sonne, Engel und Fische gehörten zu den beliebtesten Motiven. Selbst der Pfarrer fand seine Verewigung, ebenso wie die Arche Noah mit Löwe und Giraffe in friedlicher Eintracht.

Den letzten Arbeitsschritt erledigten die Erzieherinnen: In mühsamer Schnippelarbeit galt es, die knapp 50 Bilder, die für die Glockenzier ausgewählt wurden, auf Wachs zu übertragen. Hier war vor allem „Liebe zum Detail“ gefragt. 
Die Fotos (von H. Krieg) auf der linken Seite zeigen Ausschnitte von den fertigen "Wachsbildern", die von Frau Krieg an einem der folgenden Tagen zur Übertragung auf die Glocke nach Karlsruhe gefahren wurden. 

5. Gedämpfte Freude
Am Freitag, den 18. Juni 2010, war es so weit: Pünktlich zur Todesstunde Jesu fand bei der Firma Bachert in Karlsruhe der Glockenguss statt. Mit einer knapp 30-köpfigen Delegation war unsere Kirchengemeinde bei dem archaischen Ereignis vertreten. Beeindruckend so ein Glockenguss!
In einem Familiengottesdienst mit Tauferinnerung sollte die neue Glocke zwei Wochen später, am 4. Juli, der Gemeinde vorgestellt und am 25. Juli 2010 feierlich in Betrieb genommen werden.
Doch leider sollte es anders kommen: Weil der Ton der neuen Glocke nicht „sauber“ war, wurde sie erst gar nicht zur Glockenprüfung zugelassen. Sie musste zurück in den Schmelzofen wandern. Alle bisherigen Planungen waren damit über den Haufen geworfen. Und besonders die in diesem Sommer häufig anzutreffenden Brautpaare waren von dem Schweigen im Kirchturm wenig begeistert.

6. Vorstellung und Einweihung
Als neuer Gusstermin wurde schließlich Mittwoch, der 22 September 2010, festgesetzt. Und diesmal sollte alles passen: An Erntedank konnte die Taufglocke in einem fröhlich-bunten Familiengottesdienst von den kleinen Künstlern höchstpersönlich der staunenden Gemeinde präsentiert werden. Wunderschön war sie geworden! Eigentlich zu schön, um sie in den Turm zu hängen. Doch um sie ihrer Bestimmung zuzuführen, blieb leider keine andere Wahl.
Nach der Aufhängung im neuen hölzernen Glockenstuhl übernahm Dekan Rainer Heimburger am Sonntag, den 24. Oktober 2010, im Rahmen eines Festgottesdienstes die feierliche Einweihung. Zum ersten Mal in der Geschichte der evangelischen Kirche Heddesheim erklang ein vierstimmiges Geläut über den Dächern von Heddesheim, das die Gemeinde in der Kirche mit einem lauten Loblied beantwortete. Im Mittelpunkt der Festpredigt standen die Worte der Glockeninschrift aus dem Galaterbrief, Kapitel 3, Vers 26: Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.





Beim anschließenden Empfang dankte zunächst Pfarrer Anzinger allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten. Danach würdigten Bürgermeister Michael Kessler, der Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderates, Petrus van Nunen, sowie Rektorin Gertrud Junghans die Glockeneinweihung als ein besonderes Ereignis für Heddesheim und die Taufglocke als ein besonders schön gestaltetes Symbol christlicher Einheit und christlichen Glaubens.  (D.R.)






Die "Eglis" sind da!


Gleich vier Mitarbeiterinnen der Kinderkirche haben Anfang 2009 an einem Egli-Kurs teilgenommen. In stundenlanger aufwendiger Handarbeit sind dabei acht biblische Erzählfiguren („Egli-Figuren“) entstanden. Mit Hilfe der beweglichen Figuren ist es möglich, biblische Erzählungen im Kindergottesdienst anschaulich und begreifbar zu machen. Wie das genau funktioniert, erfuhren die MitarbeiterInnen der Kinderkirche in einem eigens dafür anberaumten Workshop.

Das Foto zeigt das KiKi-Team bei einer Planungssitzung 2009 zusammen mit den "Eglis".