Montag, 27. Februar 2023

Warum sich der Kirchenbär nicht mehr in die Kirche traut

Nicht nur Kinder, auch ältere Besucherinnen und Besucher hatten unseren Kirchenbären ins Herz geschlossen. Mit seinem verschmitzten Lächeln war er ein echter Sonnenschein und Seelentröster für kleine wie große Besucher. Doch seit er zum wiederholten Mal Opfer einer Entführung geworden ist, ist ihm das Lachen vergangen.

Einmal lag er im Gebüsch neben der Kirche und musste nach seiner Rettung genäht werden. Ein anderes Mal ist er in einem fremden Garten gelandet, wo ihn Kinder zum Glück noch vor dem kommenden Regen gefunden haben.

Aus diesem Grund traut sich unser Kirchenbär leider nicht mehr ohne Aufsicht in der Kirche – wofür wir vollstes Verständnis haben und eine ebenso große Wut auf die Vandalen, die mit ihrem „Scherz“ (???) die Gefühle anderer mit Füßen treten. Sollten die „Entführer“ ihren Fehler einsehen, freuen wir uns über ein anonymes Schreiben mit Entschuldigung und dem Versprechen, den Kirchenbär künftig in Ruhe zu lassen. Dann traut er sich vielleicht wieder in die Kirche. Und für uns wäre der Fall vergessen.

Sollte das nicht geschehen, werden wir Augen und Ohren offenhalten und nach „Zeugen“ suchen. Denn einen Bären in dieser Größe kann niemand unbemerkt aus der Kirche tragen.

Wer immer unser Angebot einer „offenen Kirche“ auf diese oder andere Weise missbraucht, wird mindestens Hausverbot erhalten, gegebenenfalls eine Anzeige. In diesem Fall verstehen wir – wie unser Kirchenbär – keinen Spaß!

Sonntag, 26. Februar 2023

Neuer Video-Clip mit Mara und Bennett

Endlich! In diesem Jahr wird unsere Orgel saniert, das Schmuckstück der Evangelischen Kirche. Schon äußerlich besticht sie durch das kunsthandwerklich schöne Orgelgehäuse und die beeindruckenden Orgelpfeifen. Was kaum jemand weiß: Eine Orgel ist wie ein Eisberg. Das, was wir sehen, ist nur der kleinste Teil. Hinter der Schauseite der Orgel verbirgt sich ein hölzernes Gebäude mit eigenen Zugängen, das sich über drei Stockwerke erstreckt, die über steile Stiegen begangen werden können. In den beiden oberen Geschossen befinden sich verborgen vor den Augen des Kirchenbesuchers zahlreiche Reihen (Register) mit Orgelpfeifen aus Metall und Holz in allen erdenklichen Größen.

Bei ihrem letzten Kirchenbesuch hatten Mara und Bennett das Glück, auf unseren Organisten, Dr. Henning Scharf, zu treffen, der ihnen nicht nur einen Einblick in das geheime Innenleben der Orgel gab, sondern gleich noch auf praktische Weise die Funktion unserer Orgel erklären konnte. Und weil „zufällig“ auch unser Kirchenfilmer Sebastian mit Kamera und Mikro zur Stelle war, habt Ihr die Möglichkeit, die beiden auf ihrer Orgelexpedition zu begleiten. Neugierig? – dann klickt doch einfach mal an ...

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Ein Bär mit Geschichte - und bald auch einem Namen?

Wie ein Findelkind stand er plötzlich bei uns auf der Matte bzw. saß in einer Bank unserer Kirche: der Kirchenbär. Seitdem erfreut er nicht nur kleine Besucherinnen und Besucher. Bei den Auszubildenden des Predigerseminar Petersstift, die regelmäßig unserer Kirche zum Präsenz- und Auftrittscoaching besuchen, avancierte er zum beliebten Fotomotiv. Jede/r hat mittlerweile mindestens ein Selfie mit Bär. Er ist ein echter Hingucker.

Und weil es der Bär dank seines gewinnenden Wesens bis in die Jubiläumsausgabe des Scharniers schaffte, beginnt sich so langsam auch seine Geschichte zu lichten. Eine Leserin hat ihn nämlich auf einem Scharnierfoto wiedererkannt: Es ist der Bär, den ihre Tochter Lisa vor rund 15 Jahren von Freunden geschenkt bekam. Zuvor verbrachte er die Kindheit mit Carina in Mannheim. Als Lisa älter wurde und mit etwa 20 Jahren das Interesse an dem Kuscheltier verlort, fand er Asyl bei einem befreundeten Ehepaar. Aber auch da war kein Platz auf Dauer. Zudem sehnte sich der Bär nach Kindern. So ist er schließlich in die Kirche gewandert, wo er sich seitdem über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beschweren kann.

Spannend ist, dass der Bär aus seiner Zeit mit Lisa tatsächlich keinen Namen hat. Der Bär war schlicht der „Bär“. Dafür kann er sich mittlerweile vor Namensvorschlägen nicht mehr retten. Die Notizzettel in der Kladde neben ihm sind bis zum Rand beschriftet. Ob ihm die Namen gefallen? Ein wenig ratlos ist er schon angesichts der vielen originellen Vorschläge wie „Eva“ (von EVAngelisch), Bärnhard, FRIEDolin, Brummel oder „kleiner Stern“. Aber da vertraut er ganz den Kindern der Kinderkinder. Die dürfen nämlich für ihn entscheiden und treffen bestimmt die richtige Wahl.

Der Bär jedenfalls ist gespannt. Wir sind es auch. Und sobald die Entscheidung gefallen ist, werden wir umgehend berichten.

 

Musicalvorbereitung auf Hochtouren

Ja, es scheint zu klappen: Eine Verschärfung der Corona-Regeln, die unsere Aufführung gefährden würde, ist derzeit nicht in Sicht. Und trotz zweijähriger Musicalpause haben sich genügend Kinder gefunden, um alle Rollen zu besetzen. Rund 50 Darsteller*innen sind im Einsatz. Schon bei der ersten Schnupperprobe fühlte es sich so an, als hätte das „Corona-Loch“ nie gegeben. Alle waren begeistert dabei, besonders die ehemaligen Musicalkinder, die als Jugendliche weiterhin mitspielen und zu einer tragenden Stütze unser Musicalarbeit geworden sind (auf dem Foto links im Bild).

Wie immer ist es natürlich ein Kraftakt – zumal wir erstmals die Technik (Ton und Licht) mit Bordmitteln bestreiten müssen und aufgrund der ungeheizten Kirche nur im Gemeindehaus üben können. Wir wollen schließlich nicht riskieren, dass die Reformation ins Wasser fällt, weil Martin Luther mit Erkältung das Bett hüten muss. Erst wenn mit der letzten Probe am 22. Dezember die weihnachtliche Heizphase beginnt, können wir das Stück wenigstens einmal in der Kirche proben. Am nächsten Tag steht bereits die Aufführung an.

Doch bei allen Sorgen, die das Team begleitet, ob denn alles kappt und an alles gedacht ist, die Begeisterung der Kinder entschädigt immer wieder und macht große Lust auf die beiden Aufführungen – am 23. Dezember um 17.00 Uhr, wenn dank der Dunkelheit die Lichteffekte besonders gut zur Geltung kommen, und an Heiligabend um 15.30 Uhr.


Und worum geht´s?

Bei dem Musical „Martin Luther und die gute neue Mär“ handelt es sich um ein aufwendiges Stück, das wir zum Lutherjahr 2017 geschrieben haben. Text und Story stammen von Dierk Rafflewski, die Musik von Jessica Lindenberger und Henning Scharf.

In 5 Akten erzählt es in rund einer Stunde Spielzeit die Geschichte von Martin in Luther von seiner Kindheit bis ins Alter, als er sich selbst mit seinen aufmüpfigen Kindern auseinandersetzen musste. Hauptthema ist der am Ende siegreiche Kampf Luthers gegen die Ängste, die ihn seit seiner Kindheit begleitet haben – dargestellt vom „Chor der Ängste“, der aus einem Heer kleiner Teufelchen besteht. Dramatischer Höhepunkt ist im vorletzten Akt die Konfrontation mit dem Kaiser auf dem Reichstag in Worms, bevor es im letzten Akt weihnachtlich wird und die Zuschauer erfahren, warum das Christkind an Heiligabend Geschenke bringt und nicht mehr wie im Mittelalter üblich der Nikolaus am 6. Dezember. Danach wird gesungen – von Kindern und Gemeinde. Denn das Weihnachtslied von Martin Luther, das im Musical-Titel anklingt, darf natürlich nicht fehlen. Sie wissen, welches?

Fotos: Ute Schick

Dienstag, 15. November 2022

Heute wird gefeiert!


Die Festpredigt hält der bayrische Landesbischof und frühere EKD-Rastvorsitzende Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Anfang der 90er Jahre sein Handwerkszeug als Lehrvikar in unserer Heddesheimer Kirchengemeinde gelernt hat.

Freitag, 14. Oktober 2022

Schnupperprobe fürs Musical

 

Ja, wir wagen es: In diesem Jahr wollen wir unsere Musical-Arbeit wieder so richtig hochfahren – mit dem aufwendigsten Musical, das wir bislang auf die Bühne bzw. in die Kirche gebracht haben: „Martin Luther und die gute neue Mär“.

Schließlich feiern wir in diesem Jahr nicht nur unser Kirchenjubiläum, sondern auch 500 Jahre Bibelübersetzung durch Martin Luther.

Die Teilnahme ist für Kinder ab dem Grundschulalter prinzipiell möglich, setzt aber gute Lesefähigkeiten voraus. Aufgrund des komplexen Inhalts und der zum Teil deftigen Sprache / Lieder empfehlen wir die Teilnahme ab der dritten Klasse.

Einen Eindruck von den Liedern, die Jessica Lindenberger (Musik), Henning Scharf (Musik) und Dierk Rafflewski (Text) geschrieben haben, gibt´s auf unserem „Youtube-Kanal“:


Die Proben starten mit einer unverbindlichen Schnupperprobe am Donnerstag, den 20. Oktober, von 17.00 bis 18.30 Uhr im Gemeindesaal (Gemeindehaus in der Oberdorfstr. 3 bei der Kirche). Dort gibt´s die Anmeldebögen. Danach gehen die Proben im wöchentlichen Turnus weiter (donnerstags von 17.00 bis 18.30 Uhr weiter – mit Ausnahme der Herbstferien). Teilnahmevoraussetzung ist ein regelmäßiger Probenbesuch sowie die Teilnahme an den beiden Aufführungen am 23.12. um 17.00 Uhr und am 24.12. um 15.30 Uhr in der Evangelischen Kirche. Jedes angemeldete Kind erhält ein Textbuch und Hörproben (kostenlos). Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Pfarrer Dierk Rafflewski (06203 42421).

Schnupperprobe: Donnerstag, 20. Oktober 2022, um 17 Uhr, Evang. Gemeindehaus (Oberdorfstr. 3)