Sonntag, 1. Januar 2012

Kinderkirchengipfel 2008 in Lahr


Auf Augenhöhe mit dem Landesbischof

Zum zweiten Mal nach dem Kinder-Kirchen-Jahr 1998 fand vom 1. bis 3. Mai 2008 in Lahr ein Kinder-Kirchengipfel statt, auf dem Kinder zwischen 8 und 14 Jahren mit dem Landesbischof und den Oberkirchenräten über ihre Vorstellungen von Kirche ins Gespräch kommen konnten. Unter den 10 Delegierten des Kirchenbezirks Ladenburg-Weinheim waren mit Alina Edinger, Jan Pieper und Leyla Klaiber gleich drei Kinder aus Heddesheim dabei. Für sie war es ein buntes und erlebnisreiches aber auch anstrengendes Wochenende, wie Leyla Klaiber zu berichten weiß:

Am 1. Mai durfte ich mit nach Lahr zum Kinder-Kirchengipfel fahren. Los ging es mit dem Zug vom Heddesheimer Bahnhof mit den anderen Kindern vom Bezirk und unseren Betreuern. Schon die Hinfahrt war aufregend. Überall stiegen Gipfelteilnehmer aus anderen Bezirken ein.

Am Nachmittag gab es dann einen Begrüßungsgottesdienst mit dem Landesbischof und am Abend ging es auf eine Stadtrallye durch Lahr. Unsere Gruppe wurde zweiter.

Übernachtet wurde in Klassenzimmern in einer großen Schule. Gegessen haben wir alle zusammen auf dem Schulhof.

Am nächsten Morgen war volles Programm:

Wir wurden in Gruppen eingeteilt und durften über die Kirche unsere Meinung sagen. Das war interessant und spannend. Anschließend wurde eine „Hitparade“ mit unseren Lieblingsliedern veranstaltet. Wir sangen ein paar Lieder und das Lied, welches allen am besten gefallen hatte wurde das „Gipfellied“. Gewinner wurde  „Hallelu.. hallelu... hallelujah“. Knapp dahinter kam „Laudato si“.

Danach wurden noch Gipfelsprecher/Innen gewählt.
Am Abend gab es nochmal einen Gottesdienst mit einem Mitmachkonzert von Jonathan Böttcher. Den kannte ich schon von den letzten Gemeindetagen in Heddesheim. Fast alle Lieder konnte ich mitsingen.

Das war ein spannender, aber auch anstrengender Tag.

Am Samstag war zum Abschluss dann der „Europapark Rust“ angesagt. Wir wurden mit Bussen dorthin gefahren. Jeder hatte eine Freikarte und konnte mit allem fahren.
Wir hatten dort sehr viel Spaß. Öfter mal wurden wir nass, aber zum Glück war es warm. Am besten fand ich die Wildwasserbahn.

Vor der Heimfahrt gab es noch einen Reisesegen. Danach im Zug waren wir dann alle ziemlich erschöpft.

Mir hat der Kinderkirchengipfel sehr gut gefallen.

Leyla Klaiber (10 Jahre).

Kinderbibelwochenende 2006



Mit über 50 Kindern war das Kinderbibelwochenende im November 2006 mehr als gut besucht. 
In Kleingruppen wurde das Weihnachtsmusical "Benjamin" geprobt. Es wurde gesungen, gespielt und gemeinsam im Werdersaal übernachtet (rund 60 Personen in einem Raum!!!). 
Als Höhepunkt fand eine nächtliche Rallye zur Freizeithalle statt, wo ein Lagerfeuer und ein Fackelhindernislauf die Kinder erfreute.








Unsere beiden "Barden":
Thomas und Rainer

KiKi-Ausflug 2011: Grube Messel


Der KiKi-Ausflug 2011 führte das KiKi-Team nebst Familien in die Grube Messel bei Darmstadt. Hier ein paar Impressionen:


oben links: Das Urzeitpferdchen war heißbegehrt und wurde abwechselnd getragen.
oben rechts: Die Rangerin gibt Einblicke in die Urzeit und erklärt, 
war hier vor 48 Millionen Jahren gewachsen ist.
oben links: "Falls doch noch die Sonne kommt, wir sind gerüstet!!!"
oben rechts: Der Artesische Brunnen: das Wasser schmeckt nach Eisen und Schwefel.

1874 wurde der erste Krokodilknochen entdeckt.
Das KiKi-Urzeitforscher-Team


KiKi-Rüste 2010


Rückblick auf ein heißes Wochenende

Das Miteinander stärken und zusammen etwas Schönes erleben. Das war das Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KinderKirche, die sich mit Partnern und Kindern zur jährlichen Wochenendrüste vom 25. bis 27. Juni 2010 in Diez trafen. Und dieses Jahr waren die äußeren Voraussetzungen optimal:

Das Wetter war sonnig und warm (fast zu warm) und die Umgebung traumhaft. Mit dem majestätisch über der Lahn und der Diezer Altstadt thronenden Grafenschloss hatten die knapp 30 TeilnehmerInnen eine überaus würdige Unterkunft gefunden. Lediglich ein paar der Gästezimmer, bei denen es sich um alte Gefängniszellen handelte, waren etwas knapp bemessen. Doch wer wollte bei diesem Wetter schon im Zimmer sitzen?

Kultur, Badespass & Gesang.
Auf diese drei Begriffe lässt sich der Samstag bringen. Im Zuge einer kleinen aber schweißtreibenden Wanderung ging es zur Burgruine Laurenburg über der Lahn, wo einst die Vorfahren des niederländischen Königshauses residierten. Heute ist die abseits gelegene die Burgruine von einem Veteranen bewohnt, der sich auf Klingenzeichen gerne bereit zeigt, Gäste mit Erfrischungen zu versorgen und durch sein kleines Militärmuseum im wiederhergestellten Wohnturm zu führen. Und besonders die Erfrischungen taten hier Not! Unlängst hatte die Sonne ihren Höchststand erreicht und brannte unerbittlich vom strahlendblauen Himmel.
Entsprechend groß war die Erleichterung als nach knapp 3 Stunden mit dem Herthasee das zweite und letzte Ziel der Wanderung erreicht war. Der mittelgroße Badesee lud zum Faulenzen, Baden und Fröschefangen ein (offensichtlich war dem Besuch die zweite biblische Plage vorausgegangen).
Gemütlich und gesellig schließlich der Grillabend im Grafenschloss: Bis Mitternacht spielten die Kinder Fußball, während die älteren Semester ihr Liedgut auffrischten und die anderen Herbergsgäste mit Klassikern aus dem „Notebook“ (Liedbuch der evangelischen Jugend) „unterhielten“.

Kanu und Vuvuzela.
Auch der Abreisetag bot noch einmal volles Programm. Bei weiterhin bestem Wetter ging es mit dem Kanu die Lahn entlang. Zielpunkt war die kleine Stadt Runkel, die von der Silhouette einer mächtigen Burgruine beherrscht wird. Doch zur Besichtigung war in diesem Fall keine Zeit. Als die Kanus kurz vor 16.00 Uhr am Zielhafen anlegten, blieben nur noch wenige Minuten, um das nächste „public viewing“ aufzusuchen. Schließlich war es der Tag des Achtelfinals zwischen England und Deutschland, das die wenigstens versäumen wollten. Das Ambiente im verrauchten Sitzungszimmer der freiwilligen Feuerwehr Runkel (nur hier gab´s „public viewing“) war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Ergebnis wusste zu entschädigen. Und so war es Thomas Müller vorbehalten, mit dem 4 zu 1 den Schlusspunkt unter ein absolut gelungenes Wochenende zu setzen.
 (D.R.)

Was ist "KiKi"?


Die Abkürzung KiKi steht für „Kinder-Kirche“.
Und „Kinder-Kirche“ ist die Kirche für Kinder.
Ihre Angebote umfassen u.a.:

-          Kindergottesdienste um 11.30 Uhr am Sonntag in der Evangelische Kirche (mit Ausnahme der Sommer- und Weihnachtsferien)
-          Kinderbibelwochenenden oder Kirchenübernachtungen (einmal im Jahr)
-          Aktionen bei Gemeindefesten
-          Familiengottesdienste (in Zusammenarbeit mit der „Erwachsenen-Kirche“)

Verantwortlich für Ausarbeitung und Durchführung der Angebote ist das KiKi-Team. Es besteht aus Erwachsenen, die Spaß daran haben, etwas für und mit Kindern auf die Beine zu stellen. Im Jahreskalender des KiKi-Teams stehen über die Angebote für Kinder hinaus:

-          Planungstreffen (ca. alle zwei Monate)
-          Fortbildungen (nach Bedarf und Interesse)
-          Wochenend-Rüste oder Jahresausflug für MitarbeiterInnen mit ihren Familien (einmal im Jahr)
-          gemeinsame Feiern (Sommerfest, Adventsfeier)

Neue MitarbeiterInnen sind jederzeit herzlich willkommen!
Am Besten einfach mal bei einem Planungstreffen vorbeischauen (Zeit und Ort steht in den örtlichen Mitteilungen).
Voraussetzung für die Mitarbeit ist allein die Freude an der Arbeit mit Kindern. Jede und jeder entscheidet selbst, wie stark sie oder er sich einbringen möchte.

Kontakt:    Pfarrer Dierk Rafflewski, Tel.: 06203 42421

Das Null-Bok-Weihnachtsmusical


Kinder begeistern bei "Benjamin", dem "Null-Bock-Weihnachtsmusical", mit großer Spielfreude

Eigentlich waren sich die Verantwortlichen für die Musicalarbeit einig, in diesem Jahr den Aufwand für das Weihnachtsmusical etwas nach unten zu fahren. Drei Jahre Arbeit an dem Musical „Jakobs Stern“ hatten einiges an Substanz gekostet.
Konkret bedeutete das den Rückgriff auf ein älteres Musical mit einigen textlichen Änderungen, die Reduzierung der Bühnenaufbauten, Verzicht auf eine filmische Dokumentation und die Arbeit mit einem kleineren Kinderkreis bestehend aus 30 Mädchen und Jungen im Grundschulalter. Dass am Ende dennoch ein ganz großes Musical raus kam, lag in erster Linie an den Kindern, die über sich hinaus gewachsen sind und die judäische Steppenlandschaft mit ihrer Spielfreude zum Blühen brachten.
In der Rolle der Hirten überzeugten Hannah Rinke und Michelle Neundörfer als geplagtes Elternpaar, Jan Rafflewski als pubertierender Hirtenjunge mit Rap-Allüren, Leonie Maier als taffe Schwester, Jonas Kramm als schreckhafter Bruder sowie Sophie Wagner als Nesthäkchen. Wobei alle 30 Kinder eine Nennung verdient hätten. Auch kleinere Rollen, wie etwa der von Svenja Heck gespielte (und wunderbar gesungene) Herold, die römischen Legionäre unter Führung von Max Urbach oder die quirligen Räuber, die einen wahren Husarentanz aufs Parkett legten, wussten auf ganzer Linie zu überzeugen. Und das Bild, das die Engel abgaben, war einfach nur „himmlisch“. Für die Rollen von Maria und Josef konnten mit Lisa Klaiber und Hannah Mautner zwei „alte Hasen“ gewonnen haben, die nicht nur den widerständigen Benjamin mit der gesungenen Weihnachtsbotschaft zu berühren wussten.
Ein großes Lob in diesem Zusammenhang gehört natürlich auch unserem Organisten, Henning Scharf, für die musikalische Leitung. Ohne sein souveränes Tastenspiel und die Fähigkeit, aus einer zusammen gewürfelten Kindergruppe in kürzester Zeit einen Chor zu formen, wäre die Musicalarbeit nicht mehr denkbar.
Gewohnt zuverlässig ebenso die Arbeit des NT-Light-Eventtechnik-Teams (unterstützt von Norbert Galm), das mit großem Aufwand für eine gute Akustik und eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgte. Sogar ein Nebelwerfer kam zum Einsatz, um den nächtlichen Überfall der Räuber mit wabernden Nebelschwaden dramatisch in Szene zu setzen.
Und so mag das Musical zwar als ein „Null-Bock-Weihnachtsmusical“ betitelt gewesen sein, am Ende hat es „voll Bock“ gemacht. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer aus der KinderKirche, der Elternschaft und dem Kreis unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden!!!
(D.R.)

Ökumenische Projekttage Ladenburg


„Weißt Du, was ich glaube?“

Unter dem Motto „Weißt Du, was ich glaube?“ luden die ökumenischen Projekttage in Ladenburg vom 17.-20. Juni 2010 zu einer „Erlebnisreise durch Judentum, Christentum und Islam“ und wussten mit diesem Angebot rund 1200 Kinder zu begeistern.

Ort der interreligiösen Begegnung war der große Pfarrhof nebst Pfarrgarten bei der evangelischen Kirche in Ladenburg. Zahlreiche Helferinnen und Helfer hatten hier eine kleine Zeltstadt entstehen lassen, die viele Möglichkeiten bot, die Religionen unter verschiedenen Aspekten auf spielerische und kreative Weise kennen zu lernen. Hauptanziehungspunkt war ein großes Mehrkammerzelt, in dem eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee mit originalen Einrichtungsgegenständen nachgebaut waren. Vertreter und Vertreterinnen der drei Religionen ermöglichten den Kindern faszinierende Einblicke in die jeweiligen religiösen Traditionen und erklärten den Ablauf der Gottesdienste. Dass alle drei Räume mit der Kopfseite an einen vierten in sich geschlossenen Raum stießen, durfte als Hinweis auf die gemeinsame Mitte verstanden werden. Bei allen theologischen Unterschieden berufen sich schließlich alle drei Religionen auf den Gott Abrahams, woher die Rede von den drei „abrahamitischen Religionen“ rührt.

Doch auch die anderen rund 80 Stationen wussten zu begeistern. Und wer in der freien Platzmitte der jüdischen Tänzerin Rutha Shoshani in die Arme lief, wurde sogleich auf unwiderstehliche Weise zum Mitsingen und Mittanzen animiert.
Dass bei der offiziellen Eröffnung durch Schuldekanin Cornelia Weber auch der Imam aus Edingen-Neckarhausen sowie ein orthodoxer Priester in traditionellem Gewand teilnahmen, demonstrierte die Offenheit für ein solches Projekt und setzte ein positives Zeichen für Dialog und Begegnung. Auch die Vertreterinnen und Vertreter der drei Religionen, die am Donnerstagabend beim „Trialog“ (dem Rahmenprogramm für Erwachsene) über Gemeinsamkeiten und Unterschiede sprachen, betonten die Bedeutung der „Begegnung auf Augenhöhe“, um wirksam religiösen Konflikten und Vorurteilen begegnen zu können.

Wie das Miteinander „praktisch“ aussehen kann, belegte schließlich am Samstagabend das „Fest der Nationen“. Wer wollte, konnte seinen Hunger wahlweise mit deutschen Kartoffelsalat oder Döner stillen, den der türkisch-islamische Kulturverein zum Besten bot. Für das musikalische Programm sorgten die Gospelgruppe „Prisma“, zwei deutsch-türkische Derwische mit einem Meditationstanz sowie die Folkloregruppe „Hellas“ der örtlichen griechischen Gemeinde.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst, der noch einmal dem Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben der Religionen im Zeichen von Toleranz und Achtung Ausdruck verlieh, gingen die ökumenischen Projekttage am Sonntagmorgen zu Ende. Es war eine gelungene Veranstaltung, die einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung markierte.
(D.R.)